Erfüllte Liebe

Termine, Zeiten, Kosten
Erfüllte Liebe
Verstrickungen in der Herkunftsfamile
Was in Paarbeziehungen wirkt
Wie Paarbeziehungen gelingen
Wie haben Glück und Liebe eine Chance?

Die Seminartermine finden Sie hier.

Liebe in Paarbeziehungen ist ein Thema, das von Natur aus neben Lust auch nicht selten Frust und eine rechte Tragik mit sich bringt. Denn wenn es um die Liebe geht bleiben die Gemüter selten im friedlichen Gleichklang. Dabei habe ich eine ganz erstaunliche Erfahrung machen können: Liebe kann auch einfach nur schön sein.

Kaum zu glauben, oder? "Na, das ist ja wohl nur am Anfang so", bemerkte eine Freundin. Nein. Ich meine nicht das Verliebtsein am Anfang, das fast blinde Umnebeltsein. Ich meine die sehende Liebe, die frei von leidvollen Verstrickungen ist. Die gibt und beschenkt und uns in unserer eigenen Kraft und Schönheit wachsen lässt.

Der Weg dahin ist oft nicht einfach und durch unsere Familiengeschichte belastet. Unsere Erfahrung verbindet Liebe mit Leid. Es ist nicht nur unsere persönliche Erfahrung, sondern auch die Erfahrung in unseren Familien.

Gegenseitige Schuldzuweisungen, unerfüllte Wünsche, Enttäuschungen und Traurigkeit kommen oft nicht aus dem "unpassenden" Charakter des Partners, sondern aus den Verstrickungen, in die einer oder meist beide Partner eingebunden sind. Das ist tragisch. Da hat vielleicht die Mutter ihren Verlobten im Krieg verloren, oder die Großmutter konnte den Mann nicht heiraten, den sie liebte, weil er nicht katholisch oder standesgemäß war. Der Großvater war alkoholkrank oder es gab Trauer um verlorene Kinder.

Schwere Schicksale in den Herkunftsfamilien werden oft auch in den kommenden Generationen gefühlt. Und so erlebe ich immer wieder in den Seminaren und auch in der Einzelarbeit, dass Paare vom Beginn ihrer Beziehung an leidvoll in die Ereignisse ihrer Herkunftsfamilien eingebunden sind. Erst wenn diese Dynamiken ans Licht kommen und sich wandeln können, eröffnet sich eine Chance für ein wirklich selbstbestimmtes, freundliches und liebevolles Miteinander.

In der Paarbeziehung treffen sich zwei Systeme. Es sind nie nur zwei Menschen, es sind zwei Familiensysteme mit all den Verstrickungen, Werten und Schicksalen. Eine Frau und ein Mann stehen sich gegenüber, zwei treffen sich. Dahinter und daneben stehen die Eltern, die Großeltern, erste Ehemänner und -frauen, Kinder, ausgeschlossene Personen und Themen.

Das alles wirkt und lenkt unseren Blick ab vom Gegenüber, manchmal so sehr, dass das Gegenüber gar nicht mehr gesehen wird. Verletzungen aus anderen Beziehungen werden übertragen. Oft haben die Verstrickungen der Herkunftsfamilien einen größeren Einfluss auf die Paarbeziehung als der gute Wille des Paares selbst.

Sicher ist die Liebe für jeden mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen verbunden. Im Seminar schauen wir, welche Verstrickungen in die Herkunftsfamilie oder in vorherige Partnerschaften die Paarbeziehung beeinträchtigen und suchen heilsame Lösungen. Wir schauen, was die Liebe braucht, um gedeihen zu können und erfüllend zu sein. Um sich sicher zu fühlen, vertrauen zu können und aneinander wachsen zu können.

Eine Paarbeziehung unterliegt unabhängig von dem Eingebundensein in die Herkunftsfamilien auch einer grundlegenden Ordnung, damit sie gelingen kann. Die erste besagt, dass Mann und Frau sich gegenseitig brauchen. Beiden fehlt, was der andere hat, und jeder kann geben, was der Andere braucht. Die Paarbeziehung gelingt, wenn ein ständiger Austausch von Geben und Nehmen in der Liebe wirkt.

Hilfreich für die Beziehung ist, sich die Frage zu stellen: Wo will ich mit der Bindung hin? Will ich eine Familie, Kinder, etwas Gemeinsames aufbauen, aneinander wachsen? Will ich das Gleiche wie mein Partner oder meine Partnerin? Schauen wir in die gleiche Richtung?

Für das Gelingen einer Beziehung ist das Achten der vorigen Beziehungen wesentlich. Das betrifft sowohl die Herkunftsfamilie als auch vorherige Partner und deren Kinder, alle die Platz gemacht haben für die neue Bindung. Das ist eine wirkliche Herausforderung.

Auch sich gegenseitig zu achten ist wesentlich. Auch das ist nicht leicht, wenn der letzte Krach noch nicht vergessen ist. Doch Verbindlichkeit und Bindungsfähigkeit bedürfen der gegenseitigen Achtung. Natürlich lässt sich Leid in einer Paarbeziehung und im Leben nicht vermeiden. Doch die Frage ist:

Die Liebe bewegt unser Herz und unsere Seele. Sie ist größer als das Leben und reicht weit über den Tod hinaus. Wie wir alle erfahren haben, entzieht sich die Liebe unserer Vernunft. Sie hat ihre eigenen Gesetze. Wir haben nur die Chance, uns der Liebe zu öffnen mit allem, was sie mit sich bringt. Dann vollzieht sie sich vielleicht in uns trotz allem, was an Leidvollem war. Die Aufstellungsarbeit ist hier eine sanfte Hilfe. Sie geht mit den Seelenbewegungen und reicht der Liebe still die Hand. Und wenn es gegeben ist, hat dann die Liebe eine Chance.

Es ist bei all der Fülle der Einflüsse immer wieder ein Wunder für mich, dass Lebens- und Liebesbeziehungen trotz aller Verstrickungen dennoch gut gehen können. Sie ist wohl eine sehr große Kraft, diese Liebe. Dass sie trotz allem führt, hält und heilt.