Renate Wirth

Familienaufstellungen

Fortbildung

Info und Anmeldung

Kursort:
Akkadeus
Prinzregentenstraße 7
10717 Berlin

Kursbeginn:
Mi. 16.00 Uhr
Kursende:
So. 13.00 Uhr

Kosten:
380,00 €

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Programm


Die Fortbildungstage sind konzipiert für die Teilnehmer aller Weiterbildungsjahrgänge. Es geht um die Weiterentwicklung der Aufstellungsarbeit, den Austausch von Erfahrungen und darum, Neues anzuwenden und auszuprobieren. Sie bieten die Möglichkeit, Aufstellungen zu leiten, sowohl in der Einzelarbeit als auch im Gruppensetting.

Als Gastdozenten haben sich Susanne Ringeisen und Johannes Schmidt bereit erklärt, im Rahmen der Fortbildungstage die Arbeit mit den Themen „Aufstellungen und Biografiearbeit“ und „Phänomenologische Körperarbeit“ zu erweitern. Jeweils an eigenen Anliegen der Teilnehmer erläutern und zeigen sie Möglichkeiten, die Aufstellungsarbeit mit anderen Themenfeldern zu verbinden als zusätzliches Instrument der Aufstellungsarbeit. Weitere Themen sind Trauma und Aufstellungen sowie alle Themen, die Ihr mitbringt als Fragen, Wünsche und Anregungen.

Die Seminarzeiten sind Mittwoch von 16.00 bis 20.00 Uhr, Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils von 9 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 9 bis 13 Uhr.

Trauma und Aufstellungen


Verlusttrauma, Bindungstrauma, Existenztrauma. Selbsterlebte Traumata und oder systemische Traumata. Wie gehen wir in Aufstellungen mit Traumata um, woran erkenne ich sie, was muss ich beachten? Es ist Zeit und Raum für Theorie und Praxis.

Berührungen in Aufstellungen


Oft werde ich von Teilnehmenden der Weiterbildung gefragt, was ich hin und wieder während der Aufstellung mit meinen Händen für Berührungen mache, besonders in schwierigen Situationen. Bisher musste ich dazu sagen: Ich weiß es nicht, ich kann es nicht erklären, das machen die Hände selbst, das passiert einfach. Und ich konnte es nicht vermitteln.

Doch in einem Gespräch mit Johannes Schmidt (Gastdozent Fortbildungstage 2016) konnte ich verstehen, dass es durchaus möglich ist, dies auch zu lernen, dass dieses Wissen der Hände nicht einfach vom Himmel fällt als Gabe, und dass diese Fähigkeit sehr eng verbunden ist mit der phänomenologischen Haltung, die als Basis unsere Ausbildung und unsere Arbeit trägt.

Workshop Phänomenologische Körperarbeit, Johannes Schmidt


In seinem Tagesworkshop am Samstag führt uns Johannes in die Vorgehensweise beim phänomenologischen Berühren ein, um sie praktisch erfahren und üben zu können. Johannes schreibt: „Ich lade ein zu der verblüffenden Erfahrung, wie viel wir bewirken, wenn wir einfach da sind. Wie viel wir verstehen, auch ohne jegliche anatomische Kenntnisse. Wie wir in Verbindung kommen mit dem, was weiterhilft.

Wie ein Familiensystem so ist auch unser Körper ein System mit Anteilen, Wechselwirkungen, Bewegungen. Wie in einer Aufstellung folgen wir als Berührende unseren Impulsen. Der Körper spricht zu uns. Er erzählt uns seine aktuellen Nöte und zugleich seine Bedürfnisse. Er erzählt von den Traumata, die er erlebt hat und an welcher Stelle er Entspannung braucht. Auch ist er verbunden mit den Erfahrungen unsere Vorfahren. Zugleich strömt durch unseren Körper die Kraft des Lebens.

In der phänomenologischen Haltung jemanden mit den Händen zu berühren macht all dies fühlbar. Gewahr sein, Hinspüren, Lauschen, Annehmen. Ohne Angst. Ohne Absicht. Es eröffnet unmittelbar neue Möglichkeiten der Wahrnehmung.

Wir spüren: Was ist da eigentlich unter meiner Hand? Gewebe-Schichten. Energie, Emotionen, Erfahrungen, - die Vielgestaltigkeit und Viel-Verbundenheit an einer Körperstelle unter meinen Händen erfahren. Einblick in die Ordnungen im Körper. Berührungstechniken, Umgang mit Emotionen die während der Berührung auftauchen, Lösung von Traumata, Arbeiten mit inneren Bildern.

Der Workshop bringt neue Impulse sowohl für Teilnehmer, die mit Berührung arbeiten, als auch für Teilnehmer, die dies als neues Feld für sich ausprobieren möchten.

Bitte dazu bequeme Kleidung mitbringen.""

Workshop Aufstellungen und Biografiearbeit, Susanne Ringeisen


Als mir Susanne erzählte, dass sie die Biografiearbeit mit der Aufstellung mit Stühlen verbindet war ich natürlich gespannt, es selbst auszuprobieren und bat um eine Aufstellung zu meiner Biografie. Susanne stimmte zu, und so durfte ich eine besondere Erfahrung machen, die ich Euch gern ermöglichen und weitervermitteln möchte. Und so bat ich Susanne, ob sie in unserer Fortbildung einen Tag gestalten würde. Ich habe mich gefreut, dass sie gern zugestimmt hat.

In unserer Aufstellungsarbeit hat die eigene Biografie des Klienten ja nicht so einen vordergründigen Stellenwert in der Anamnese. Wir schauen vorrangig nach systemischen Dynamiken aus dem Familiensystem. Doch auch in der persönlichen Biografie gibt es Brüche und Traumata und Ursachen für den jetzigen Zustand des Klienten. Die Aufstellung mit Stühlen macht dies in verblüffender Einfachheit sichtbar. Die Arbeit mit Worten verbindet sich mit der phänomenologische Arbeitsweise des Spürens.

Susanne schreibt: „In meiner Praxis für Familienaufstellung arbeite ich immer wieder mit den „Jahrsepten“, den Sieben-Jahres-Schritten des Lebens. Mit verblüffender Wahrscheinlichkeit bildet unsere Lebensschnur alle 7 Jahre einen „Knoten“, eine Stabilisierung. In dieser Arbeitsform habe ich das biografische Erzählen mit dem Aufstellen mit Stühlen verbunden.

In der Biographiearbeit hat der Mensch oft das Bedürfnis Dinge auszusprechen, die nicht dem Zeitgeist entsprechen. Das Unbewusste tritt als Bild ins Bewusstsein. Die Geschichte stellt uns in eine größere Wirklichkeit, öffnet uns Horizonte, schärft den Blick und vermittelt Einsichten."

Gastdozenten


Susanne Ringeisen, geb. 1961, verheiratet, 4 erwachsene Kinder, Krankenschwester für Palliativ Care im Stationären Hospiz
Praxis für Systemische Beratung in Ludwigshafen, Seminare und Einzelarbeit, Mentorin für Biografiearbeit

Johannes Schmidt, geb. 1976, verheiratet, 1 Tochter,
Heilpraktiker, Praxis für Aufstellungen und Körperarbeit, Einzelarbeit, Seminare und Weiterbildung in Systemaufstellungen, Dozent, osteopathische Ausbildung